Am ersten Wochenende in den Sommerferien
wer es wieder so weit: Die Blau –Weiss -Familie
brach zu ihrer Vereinstour an die Mosel
auf. Müden wir kommen!
Das Interesse an der Vorveranstaltung und
die Anmeldungen ließen auf eine ähnlich
große Resonanz wie zur Jubiläumstour
im Vorjahr schließen. Es war sogar
eine Tendenz zum zünftigen Camp-Wochenende
auf der grünen Wiese auszumachen, denn
die Zahl der Pensions- und Hotel-Weichlinge
war rapide gesunken.
So stand das lang erwartete Wochenende vor
der Tür und die Blicke gingen immer
öfter Richtung Himmel, von wo uns Petrus
wettermäßig ein wenig die Laune
verderben wollte.
Von den kräftigen Regengüssen
unbeeindruckt, fand sich im Laufe des Freitags
die ganze Schar im schönen Müden
ein und in wenigen Stunden war dann aus
einer nassen Wiese neben der Turnhalle eine
bunte Zeltstadt geworden. Trotz der miesesten
Wetteraussichten waren wieder mehr als sechzig
Mitglieder dem Aufruf gefolgt. Es scheint,
die Tour nach Müden wird zu einer Traditionsveranstaltung
wie die legendären Pfingstfahrten nach
Diez an der Lahn.
Trotz heftiger Gegenwehr von oben wurde
der Grill entzündet und bald bruzzelten
auf der gut beschirmten Glut die ersten
Koteletts. Nicht nur der Grill war gut beschirmt.
Der ein oder andere Camper lernte auch etwas
neues vom mit Plane beschirmten Zelt, damit
dieses auch bloß nicht nass wurde.
Ein Ost-Patent, das sich nicht so richtig
durchgesetzt hat. Ein fieses Patent lernten
die Freunde der deutschen Braukunst kennen.
Denn es stellte sich heraus, das man nicht
nur ein gekühltes Fass und eine Zapfanlage,
sondern auch den richtigen Anschluss braucht.
So blieb dann das heiß begehrte Fass
Kölsch fast unberührt und ungeöffnet,
machte die ganze Vereinsfahrt mit und kehrte
jungfräulich zurück ins Bootshaus.
Am nächsten Tag war der Regen immer
noch nicht alle, doch die erste Bootstour
warf ihre Schatten voraus. Man einigte sich
auf eine verkürzte Strecke, hatte aber
wohl auf der nas-sen Straße so viel
Anlauf, das doch wieder die gleiche Tour
wie im letzten Jahr gefahren wurde. Immer
schön der Schauer hinterherfahrend,
waren wir nach einer Stunde bis auf die
Knochen nass.
Aber als dann die Sonne mal rauskam, auch
blitzschnell wieder trocken. Zur Mittagsrast
in Pommern war dann wieder gemeinsames duschen
angesagt, was aber keinen davon abhielt,
die Pause bis zum bitteren Ende durchzuhalten.
Dann kam doch tatsächlich wieder die
Sonne raus und wir erreichten Müden
müde, aber trocken. Der arme Ingo kam
zwar trocken an, war aber vor dem Aussteigen
wieder Mittelpunkt der Vereinsjugend, die
unseren aus der Presse bekannten Kenterer
auch auf der Mosel wieder zu den Fischen
schicken wollten. Er wehrte sich lange,
aber umsonst und es kam wenigstens diesmal
kein Rettungsteam.
Unten geht`s weiter