"Vierlagiger Kobarid"
Bitte was? Fangen wir einmal ganz von vorne an: In den
Sommerferien
machten sich 13, auserwählt mutige Jugendliche vom
Blau Weiss Bonn, auf
nach Slowenien, um den gewaltigen Fluten der Soca zu trotzen.
Malerisch
in den Alpen gelegen, findet man auf der Karte den kleinen
Ort Bovec,
in den sich wohl noch nie ein Nicht-Paddler verirrt hat.
Hier fanden
wir optimale Paddelbedingungen vor. Super Wetter, das uns
tagsüber
Sonnenschein und ausreichend Wasser, und Nachts heftige
Niederschläge
zur Sicherung der Wassernachfuhr lieferte, begleitete uns über
die
gesamten zehn Tage auf dem Campingplatz.
Die Niederschläge veranlassten zwar in den ersten
Tagen heftige Kämpfe
gegen Pfützenbildung unter den Zelten. Doch in voller
Neopren-Montur
und mit Heringen bewaffnet, wurden ausreichende Entwässerungsgräben
geschaffen, so dass wir nur auf dem Fluss, und nicht schon
auf dem
Campingplatz auf unsere Boote angewiesen waren.
Nun aber erstmal zur Überschrift. Der Begriff "vierlagig"
kristallisierte sich während unseres Aufenthalts als
neue Vokabel für
etwas sehr tolles heraus. Aus dem Bootsbau stammend, bezeichnet
er
eigentlich gut gearbeitete Boote, wurde von uns aber auch
auf sämtliche
andere Themengebiete übertragen.
Kobarid ist nun kein Bootstyp, sondern der wohl schönste
Teil der Soca,
den wir während unseres Aufenthaltes bepaddelten.
Oder es zumindest fest vorhatten. Hätte nicht der
ein oder andere
seinen Helm zu Hause vergessen, oder aber ihn vor lauter
Erschöpfung
beim 20 minütigen Abstieg in die 200 Meter tiefe Soca-Schlucht
fallen
lassen.
Stark dezimiert, nahmen dann nur 5 wackere Gestalten
das letzte
Teilstück der sagenumwobenen Soca unter den Kiel.
Abends, beim
kollektiven Essen am Lagerfeuer, wurde den Heimgebliebenen
dann vom
"vierlagigen Kobarid" berichtet.
Aber nicht etwa, dass sich die am Campingplatz verbliebenen
tagsüber
gelangweilt hätten. Entweder sammelte man fleißig
Feuerholz, knüpfte
Kontakte mit Bewohnern vom Camp "Toni", oder
versuchte sein Glück beim
Angeln. Letzteres blieb leider bis auf den letzten Abend
erfolglos, so
dass wir nur einmal in den Genuss von frischen Soca-Forellen
kamen.
Abgesehen von der Kobarid-Strecke schafften wir es sämtliche
Teile der
Soca mindestens einmal zu befahren. Der ein oder andere,
namentlich
Roman, schaffte es sogar jeden Stein mit Handschlag zu
begrüßen. Dieses
außergewöhnliche Hobby brachte ihm dann auch
noch den Titel des
Rollenkönigs von Slovenien ein. Denn nicht alle Steinbegrüßungen
blieben ohne Folgen.
Nach 10 ereignisreichen Tagen in Slovenien, kehrten die
mutigen 13 mit
einer Menge toller Eindrücke nach Bonn zurück.
An dieser Stelle möchten wir Jugendlichen uns noch
einmal bei Olaf
bedanken, der uns allen diese wunderschöne Zeit in
Slovenien ermöglicht
hat.
DANKE OLAF!!!